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Die Deutsche Organisation der
nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus (D.O.N.A.L.D.)
ist ein über 600 Personen umfassender Verein, deren Mitglieder sich der Duck-Familie und dem von ihr bewohnten Universum verschrieben
haben.
Im Sinne der Satzung strebt die D.O.N.A.L.D.
insbesondere die massenhafte Verbreitung donaldistischen Gedankengutes an
und tritt ein für die Etablierung des Donaldismus in Bildungseinrichtungen.
Ein wesentliches und grundlegendes Element des Donaldismus ist die intensive
Erforschung des Duck-Universums (und dies mit gutem Gewissen, wird doch seit Descartes bekanntlich Wissenschaft nicht durch den Gegenstand, sondern allein durch die Methode definiert!). "Es ist der Spaß am Aufbau eines umfassenden fiktiven Universums samt seiner kritischen Verarbeitung, der diese Forscher antreibt. Es ist auch der Spaß am Skurrilen, Besonderen, Ausgefallenen" (Henner Löffler). Und es ist nicht zuletzt auch eine - liebevoll und augenzwinkernd gemeinte - Wissenschaftsparodie.
Dabei zeichnet sich die donaldistische Wissenschaft durch eine ungemeine Universalität aus, beherbergt sie
doch die unterschiedlichsten Wissensgebiete (von den klassischen Wissenschaften
bis hin zu spezifisch Entenhausener Wissenschaftszweigen). Ziel aller Bemühungen ist
eine möglichst umfassende Rekonstruktion der Entenhausener Welt, welche
v.a. - und im Falle des Barksismus ausschließlich - auf der visuellen
Überlieferung von Carl Barks und der
sprachlichen Überlieferung von Dr. Erika
Fuchs fußt. Nur deren "Berichterstattung" aus Entenhausen wird von der Mehrzahl der Donaldisten als authentische Informationsquelle über Entenhausen akzeptiert - Produkte anderer Zeichner/Texter haben für den Donaldisten apokryphen Charakter: es sind bloße der Phantasie entsprungene Comic-Geschichten. Ob nun, gemäß einer populären
Theorie, Entenhausen als real existierender Ort in einem Paralleluniversum
("stella-anatium-Theorie") angenommen wird und man damit den Schritt
wagt, fiktionales als real existierend zu erklären, oder diesem
Schritt nicht in letzter Konsequenz gefolgt werden kann, ist letztendlich
irrelevant, solange eine wesentliche und für das Verständnis v.a.
unserer Welt sinnige Einsicht erfolgt: Entenhausen ist ein Zerrbild unserer
(realen) Gesellschaft; diese Abbildung funktioniert zugleich als
Mahnung und Vorbild.
Donaldistisch bearbeitete und teilweise
gelöste Themen sind unter anderem die geographische Lage Entenhausens, die Erforschung
physikalischer, häufig auch von unseren Erfahrungen abweichender
Phänomene, der Stammbaum der Duck-Familie, die Existenz Duckscher
Zähne, der ökonomische Aufstieg Dagobert Ducks, Militär und Justiz in Entenhausen,
und vieles andere mehr. Diese Aufzählung soll nicht darüber
hinwegtäuschen, daß die Palette noch zu lösender Probleme
ebenso lang ist, denn, wie Wissenschaft nun einmal so ist, jede Antwort wirft
auch neue Fragen auf.
Veröffentlicht werden diese
Ergebnisse ausnahmslos in der Zeitschrift "Der Donaldist", welche
mit den Aufgaben eines Zentralorgans der D.O.N.A.L.D. betraut ist. Seine
Aufgaben sind die Förderung des Donaldismus im allgemeinen und die
Bekämpfung der Feinde desselben, als da sind: Vulgär-, Anti- oder
Undonaldismus sowie Kommerzialismus. Veröffentlicht werden im "Der
Donaldist" neben den einschlägigen Forschungsbeiträgen aber
auch Berichte aller Art, sofern sie einen Bezug zum donaldistischen
(Vereins-)Leben haben. Der Behandlung spezieller Themen widmen sich
darüber hinaus noch eine Anzahl Sonderhefte des "Der Donaldist",
die in unregelmäßiger Folge erscheinen. - Die ehrwürdige F.A.Z. widmet sich dem Thema Donaldismus mit folgenden Worten: "Der intellektuelle Standard der Beiträge [im Fachmagazin Der Donaldist] ist so hoch, wie es die Materie erlaubt. Die meisten der federführenden Donaldisten sind Akademiker. Hierin ähnelt die D.O.N.A.L.D. den Unsinnsklubs des späten neunzehnten Jahrhunderts, die auch ihren Esprit an eben noch erreichbaren Gegenständen erprobten." (23.4.1998)
Neben dem Interesse für die
Forschung und dem Verfassen schriftlicher Beiträge widmen sich viele
Mitglieder auch einer breiten Palette von Aktivitäten innerhalb der
D.O.N.A.L.D. Insbesondere der alljährlich an einem anderen Ort stattfindende
Kongress, die Zwischenzeremonie und das Mairennen erfreuen sich großer
Beliebtheit und haben einen festen Platz im Vereinsleben. Aber auch diverse
Stammtische der Landesgruppen oder die Mitgliedschaft in einer der zahlreichen
Unterorganisationen bieten Möglichkeiten zur Artikulation. Eine passive
Mitgliedschaft (wie sie u.a. auch der Autor dieser Zeilen vorzieht) ist
natürlich auch möglich, denn keine Teilnahme ist zwingend ("jeder
ist so Donaldist, wie es ihm paßt", wie es treffend in der offiziellen
Infobroschüre heißt!).
Bei Interesse oder weiterführenden
Fragen informiert (neben dem Autor dieser Zeilen) die offizielle Homepage
der D.O.N.A.L.D.: www.donald.org. Dort
ist auch die Infobroschüre erhältlich (auf deren Aussagen auch
dieser Text teilweise fußt), sowie Informationen zum Mitgliedsbeitrag
und dem Bezug des "Der Donaldist" und ein Online-Mitgliedsantrag.

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