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REGIE
Veit Harlan
DREHBUCH
Veit Harlan, Alfred Braun [?], ohne Nennung: Thea von Harbou
DREHSTAB
Bruno Mondi (Kamera)
Gerhard Huttula (Zweite Kamera)
Heinz Pehlke (Kameraassistenz)
Fritz Kühne (Chefbeleuchter)
Norbert Schultze (Musik)
Erich Zander, Karl Machus (Bauten)
Hermann Storr (Ton)
Wolfgang Schleif (Schnitt)
Wilhelm Sperber (Produktionsleiter)
Wolfgang Schleif, Kurt Meisel (Regieassistenten)
Conny Carstennsen, Rudolf Fichtner (Aufnahmeleiter)
Erwin Lange (Pyrotechnik)
DARSTELLER
Heinrich George (Joachim Nettelbeck)
Kristina Söderbaum (Maria Werner)
Otto Wernicke (Bauer Werner)
Heinz Lausch (Soldat Friedrich)
Kurt Meisel (Geiger Klaus)
Paul Wegener (Oberst Loucadou)
Horst Caspar (Gneisenau)
Gustav Dießl (Leutnant Schill)
Irene von Meyendorff (Königin Luise)
Claus Clausen (Friedrich Wilhelm III.)
Charles Schauten (Napoleon I.)
Franz Herterich (Kaiser Franz II.)
PRODUKTIONSJAHR
1943/44
PRODUKTION
UFA-Filmkunst G.m.b.H. Berlin
Herstellungsgruppe Veit Harlan
ATELIER
Ufastadt, Babelsberg
AUSSENAUFNAHMEN
Kolberg, Potsdam, Treptow an der Rega, Groß-Born, Groß-Glienicke
LÄNGE
3026 m, 110 Min.
TONSYSTEM
Tobis-Klangsystem
FARBVERFAHREN
Agfacolor
PRODUKTIONSKOSTEN
ca. 8,8 Mio. RM
DREHZEIT
27.10.1943-17.07.1944
ZENSUR
26.01.1945, Prüf-Nr. B.60931
VERLEIH
Deutsche Filmvertriebs G.m.b.H. (DFV), Berlin
PRÄDIKATE
"Film der Nation", "Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll", "Kulturell wertvoll", "Volkstümlich wertvoll", "Anerkennenswert", "Volksbildend", "Jugendwert"
FILMPROGRAMM
Illustrierter Film-Kurier, Nr. 3379
URAUFFÜHRUNG
30.01.1945 Atlantikfestung La Rochelle
30.01.1945 Berlin (UFA-Theater Tauentzien-Palast, UFA-Theater Alexanderplatz)
Quelle: Ulrich J. Klaus, Deutsche Tonfilme, Bd. 13, Berlin 2002, S. 178.
WISSENSWERTES UND KURIOSES

Mit ca. 8,8 Mio. Reichsmark Produktionskosten war der Film nicht nur der teuerste Film des Dritten Reiches, sondern die bis dato teuerste deutsche Filmproduktion überhaupt.

Massenszene: KavallerieangriffNach Harlans Angaben wirkten während der Dreharbeiten trotz des Krieges zeitweise 187.000 deutsche Soldaten als Statisten sowie 6.000 Pferde mit. Diese Angaben scheinen weit übertrieben (s. Filmhistorie); tatsächlich wurden ca. 5.000 Wehrmachtssoldaten und 2.000 bis 3.000 Pferde eingesetzt - was angesichts der zunehmend prekärer werdenden Kriegslage immer noch eine gewaltige Zahl darstellt! (Bei den Reiterszenen wirkten übrigens die Kosaken des sowjetischen Generals Andrej Wlassow mit, der auf deutscher Seite mit seinen Truppen kämpfte.)

Veit Harlan bei den DreharbeitenVeit Harlan probierte bei diesem Film - von dem er wußte, daß es vorläufig sein letzter sein würde - alles aus, was er sich filmtechnisch ausgetüftelt hatte (z.B. neue Techniken für Sprengungen); er dirigierte zeitweise die Komparserie vom Fesselballon aus. 10.000 Kostüme wurden aus deutschen Theatern zusammengetragen, für die Abdankungsszene Kaiser Franz' II. wurden die echten Reichsinsignien zur Verfügung gestellt, die von 20 Detektiven bewacht wurden. Etwa 30 Pyrotechniker waren damit beschäftigt, die Gefechte durch Scheingranaten und Rauchwolken so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen. Den Fluß Persante ließ Veit Harlan durch eigens gegrabene Kanäle in die Niederungen um Kolberg herum so einfließen, das die Stadt von Wasser eingeschlossen schien. (Vgl. Ulrich J. Klaus, Deutsche Tonfilme, Bd. 13, Berlin 2002, S. 179.)

Es wurden über 90 Stunden (!) Filmmaterial gedreht, so daß der überwiegende Teil dem Schneidetisch zum Opfer fiel. Auch am fertigen Film wurde noch geschnitten, da Reichspropagandaminister Joseph Goebbels grausame, allzu realistische Kriegsbilder herausschneiden ließ: Er wollte diese Szenen vor dem Hintergrund der verheerenden Kriegslage der ohnehin weitgehend demoralisierten deutschen Bevölkerung nicht zumuten! Allein diese Szenen hatten Produktionskosten in Höhe von 2 Mio. RM verschlungen.

Die Dreharbeiten wurden immer wieder von Bombenalarm unterbrochen. Um die Schauspieler und die Filmcrew vor Luftangriffen zu schützen, wurde auf dem Drehgelände eigens ein Splittergraben ausgehoben.

AUFFÜHRUNGEN UND AUFFÜHRUNGSORTE

Der deutsche U-Boot-Stützpunkt La RochelleDer Film wurde von der deutschen Luftwaffe über der eingeschlossenen Atlantikfestung La Rochelle abgeworfen; die dortige Uraufführung am 30.01.1945 (dem 12. Jahrestag der "Machtergreifung") sollte den Kampfgeist der Truppe stärken. Am nächsten Tag erfolgte die Premiere des Films in den UFA-Theatern "Tauentzien-Palast" und "Alexanderplatz" in Berlin.

Nach dem Krieg hatte der Film in seiner ursprünglichen Fassung keine Freigabe der FSK. 1965 legte die Firma Atlas eine didaktisch bearbeitete, mit zeitgemäßen Dokumenten versehene kritische Fassung des Films unter dem Titel "30. JANUAR 1945 (KOLBERG)" vor, die von der FSK freigegeben wurde.

Erst am 22.03.1998 wurde der Film in (digital restaurierter) Originalfassung vom Fernsehsender arte im Rahmen eines Heinrich-George-Themenabends ausgestrahlt.

FILMPROGRAMMHEFTE

Der "Illustrierte Film-Kurier" war ein Filmprogrammheft, das zu wichtigen Filmen erschien und in den Kinos verkauft wurde. Es ging hervor aus einer Tiefdruckbeilage des von 1919 bis 1945 in Berlin erschienenen "Film-Kuriers", die erste täglich erscheinende und zugleich einflussreichste deutsche Filmzeitschrift. Der IFK für den Film Kolberg trug die Nr. 3379 und war eine der letzten Ausgaben vor Kriegsende.

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Zur Wiederaufführung des Films im Jahr 1965 (s.o.) erschien ein vom Atlas Filmverleih herausgegebenes Programm ("Atlas Filmhefte, Heft 61"), das 28 Seiten umfasste und zum Preis von DM -,70 erhältlich war.

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