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Jens Peter Kutz
Die Ducks aus Entenhausen
Ein Familienporträt

80 Seiten
viele, z.T. farbige Abbildungen

Dieses Büchlein beinhaltet die auf dieser und den folgenden Seiten präsentierten Kurzporträts der wichtigsten Mitglieder des Duck-Clans. Abgerundet werden die prägnanten, reichhaltig bebilderten Porträts durch einen Exkurs zur Heimatstadt der Ducks: Entenhausen, und einen Anhang mit den Biographien der beiden Chronisten der Duck-Familie: Carl Barks und Erika Fuchs.

Zum Selbstkostenpreis von 5 Euro zu bestellen unter jpkutz@web.de


Die Familie Duck
Dagobert Duck Dorette Duck Donald Duck
Daisy Duck Gustav Gans Tick, Trick und Track
Diverse Stammbäume

Dorette A. L. Duck

"Das sind keine Koteletts, das ist Susi, mein Lieblingsschwein!" Dorette Duck

Dorette (Annette Lisette) Duck ist so etwas wie die "Matriarchin" des Duck-Clans; sie wird allseits respektiert und genießt innerhalb der Familie hohes Ansehen. Obzwar sie die Familie, wenn es notwendig ist, energisch und mit einem hohen Maß an Autorität zusammenhält, zeigt sie sich doch insgesamt als eine - man möchte sagen: typische - liebe, alte Oma. Dementsprechend wird sie von allen Familienmitgliedern, egal welchen Verwandtschaftsgrades, auch meist nur "Oma Duck" genannt.

Dorette Duck war zeitlebens Bäuerin und nennt einen großen Hof ihr Eigen. Dort führt sie - gemeinsam mit dem zutiefst müßiggängerischem Knecht Franz Gans (ein Verwandter der Ducks) - ein friedliches und idyllisches Landleben, weitab vom hektischen Treiben der Großstadt Entenhausen, und doch ganz in ihrer Nähe. Wie wir aus den Berichten von Carl Barks erfahren, verlässt Frau Duck ihren Hof nur höchst selten, und wenn, dann vor allem, um ihre Verwandten in Entenhausen zu besuchen. Zumeist aber kommt die Verwandtschaft zu ihr auf den Hof: Er ist so etwas wie ein familiärer Treff- und Mittelpunkt. Nicht nur wird das Weihnachtsfest dort traditionellerweise gefeiert, auch die Sommerferien verbringt man dort gerne! Aber auch sonst stellt sich Dorette Ducks Bauernhof als ein beliebter Fluchtpunkt für die Familie dar, um dem Großstadttrubel zu entkommen, und insbesondere die Kinder Tick, Trick und Track nehmen des Öfteren vor ihrem manchmal recht jähzornigen Onkel Donald Duck hierhin Reißaus. Aber was auch immer der Grund für einen Besuch bei ihr sei, angenehm wird der Aufenthalt nicht nur wegen der friedlich-ländlichen Ruhe auf dem Hof, sondern auch wegen der Kochkünste Frau Ducks, deren schmackhafte Speisen in der ganzen Familie gerühmt werden.

Dorette Duck steht der modernen Technik äußerst kritisch gegenüber. Sie lebt auf ihrem Hof gänzlich ohne Elektrizität - einzig ein (altmodisches) Telefon und ein (ebenso veraltetes) Elektromobil leistet sie sich. Sie verfügt dementsprechend auch nicht über modernes landwirtschaftliches Gerät, sondern bewirtschaftet ihr Gut mit traditionellen Mitteln. Man könnte durchaus - modern gesprochen - von einem "Öko-Bauernhof" sprechen. Allerdings: Legt man moderne agrarökonomische Kriterien zugrunde, scheint Frau Ducks Hof kein mustergültiger Betrieb zu sein. Sie produziert nicht für den Markt, bietet ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse nicht an und würde niemals ihr Vieh schlachten. "[D]as menschenfreundliche Naturell der Besitzerin läßt es offenbar nicht zu, mit den eigenen Gütern Gewinn zu erzielen" (A. Platthaus).

Dorette Duck ist die Schwester von Dagobert Duck, die Tante von Donald Duck und Daisy Duck, die Tante zweiten Grades von Gustav Gans und die Großtante von Tick, Trick und Track Duck.


Dorette Duck (im Englischen: Grandma Duck) hat Carl Barks vom Disney-Comiczeichner Al Taliaferro übernommen, der sie in seinen Zeitungsstrips im November 1940 zunächst als Bild (Porträt) an einer Wand in Donald Ducks Haus einführte, bis sie im September 1943 schließlich persönlich auftauchte. Al Taliaferro hat die Figur offenbar an seine Schwiegermutter Donnie M. Wheaton angelehnt.


Literatur über Dorette Duck:

  • Carl Barks, Barks Library (Ehapa Comic Collection), mehrere Bde. (Primärquellen)
  • Grobian Gans, Die Ducks. Psychogramm einer Sippe, Hamburg 1972, S. 38-40 (vulgärdonaldistisch)
  • Henner Löffler, Wie Enten hausen, München 2004, S. 310-312 (vulgärdonaldistisch)
  • Hartmut Holzapfel, Überall ist Entenhausen, Wetzlar 2004, S. 37-39 (donaldistisch)
  • Johnny A. Grote, Der Stammbaum der Ducks, Stuttgart 1999 (donaldistisch)
  • Gottfried Helnwein, Wer ist Carl Barks, Stuttgart 1993, S. 152-153 (undonaldistisch)
  • Elke Imberger, Ad maiorem Dorettae gloriam, in: Der Hamburger Donaldist 25, 1980, S. 3-7 (donaldistisch)


 
         
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